Vom 19. Juni 2026, 17:30 Uhr, bis zum 20. Juni 2026, 14:30 Uhr, führte die Jugendfeuerwehr Wriedel-Schatensen einen „Berufsfeuerwehrdienst“ durch. In diesem Zeitraum konnten die Jugendlichen den abwechslungsreichen Alltag einer Berufsfeuerwehr erleben und ihr Können bei zahlreichen realitätsnahen Einsatzübungen unter Beweis stellen.
Bereits kurz nach Dienstbeginn wurden die Nachwuchsbrandschützer erstmals gefordert. Eine ausgelöste Brandmeldeanlage in der Schwalbenschule Wriedel sorgte für den ersten Alarm des Tages. Im weiteren Verlauf folgten ein umgestürzter Baum auf einem Wirtschaftsweg bei Arendorf, eine Ölspur im Bereich Blicksteins Feld in Wriedel sowie eine Personensuche zwischen Schatensen und Wulfsode.
Auch ein überörtlicher Einsatz stand auf dem Programm. Mit dem Alarmstichwort „Brand Stufe 2“ wurden die Jugendlichen nach Ebstorf alarmiert. Noch auf der Anfahrt erfolgte jedoch die Rückalarmierung, da sich die Meldung als Fehlalarm herausstellte.
Nach den Einsätzen des ersten Tages konnten die Jugendlichen eine Nachtruhe einlegen, bevor es am nächsten Morgen erneut ernst wurde. Zunächst wurden sie zu einer gemeldeten Rauchentwicklung im Naturbad alarmiert. Noch während des Einsatzes wurde das Alarmstichwort auf „Feuer im Naturbad“ erhöht. Zusätzlich galt es, eine vermisste Person zu suchen und zu retten. Im Anschluss stand eine Tierrettung auf dem Programm, bei der eine Katze von einem Dach gerettet werden musste.
Bevor der letzte Einsatz des Berufsfeuerwehrtages anstand, wurde die besondere Alarmierung „Spaß 1 – Fußball-WM der Feuerwehr“ ausgelöst. Die Besatzungen von HLF und TLF traten dabei in einem Wasserfußballspiel gegeneinander an. Mit jeweils zwei D-Rohren versuchten die Mannschaften, den Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Nach einem spannenden und vor allem nassen Wettkampf endete das Spiel mit einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden.
Den Abschluss des Berufsfeuerwehrtages bildete ein besonders anspruchsvoller Einsatz. Die Jugendlichen wurden zu einem unkontrollierten Feuer alarmiert. Hierbei handelte es sich um ein kontrolliert vorbereitetes Realfeuer in einer Feuerschale, das den Einsatzkräften ein besonders realistisches Übungsszenario bot. Zusätzlich lag eine Person mit einer angenommenen Rauchgasintoxikation bewusstlos neben der Einsatzstelle und musste durch die jungen Feuerwehrkräfte gerettet und versorgt werden. Mit großer Konzentration und Teamarbeit meisterten die Jugendlichen auch diese Herausforderung erfolgreich.
Nach zahlreichen Einsätzen, vielen gesammelten Erfahrungen und jeder Menge Teamgeist endete der Berufsfeuerwehrtag mit einem gemeinsamen Abschlussgrillen am Gerätehaus.
Jugendwartin Alena Wohnsen zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Sie bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern, die durch die Vorbereitung der Übungen, die Betreuung der Jugendlichen sowie die Unterstützung während der gesamten Veranstaltung zum Gelingen des Berufsfeuerwehrtages beigetragen haben. Ein besonderer Dank galt außerdem der Feuerwehr Allenbostel-Bode-Hanstedt I für die Leihgabe weiterer Atemschutzattrappen, die das Übungsgeschehen noch realistischer gestaltet haben. „Durch diese Unterstützung konnten wir unseren Jugendlichen ein besonders authentisches und lehrreiches Szenario bieten“, so Wohnsen.
Die Jugendfeuerwehr Wriedel-Schatensen blickt auf einen erfolgreichen und abwechslungsreichen Berufsfeuerwehrtag zurück, der den Jugendlichen nicht nur viel Spaß bereitete, sondern ihnen auch wertvolle Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr vermittelte.




