Datum: 9. Juni 2026 um 18:46 Uhr
Alarmierungsart: aPager
Dauer: 59 Minuten
Einsatzart: techn. Hilfeleistung
Einsatzort: OV Bode – Brockhöfe
Einsatzleiter: OBM Joachim Dierksen
Mannschaftsstärke: 22
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen 11/11/11, Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 Florian Uelzen 11/48/11, Tanklöschfahrzeug TLF 20/30 Florian Uelzen 11/23/11
Eingesetzte Kräfte: FF Wriedel-Schatensen
Einsatzbericht:
Am Dienstag, den 09. Juni 2026, führte die Feuerwehr Wriedel-Schatensen eine Einsatzübung auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Bode und Brockhöfe durch. Das angenommene Szenario lautete: „PKW gegen Baum, unklare Lage“.
Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte erfolgte zunächst die Erkundung der Einsatzstelle durch den Einsatzleiter nach der sogenannten AUTO-Regel. Dabei wurde festgestellt, dass sich zwei Personen im verunfallten Fahrzeug befanden und eingeklemmt waren. Für die Rettung der beiden Patienten wurden unterschiedliche Rettungsstrategien angenommen.
Während eine Person patientenschonend aus dem Fahrzeug befreit werden sollte, wurde bei der zweiten Person aufgrund der angenommenen Verletzungsmuster eine Crashrettung durchgeführt. Für die patientenschonende Rettung schufen die Einsatzkräfte zunächst eine Zugangsöffnung auf der Fahrerseite, um einen sicheren Zugang zum Patienten zu ermöglichen und die anschließende Rettung vorzubereiten. Parallel dazu wurde die Crashrettung vorbereitet. Hier stellte sich heraus, dass sich die Beifahrertür leichter öffnen ließ als ursprünglich vorgesehen. Da die Tür entgegen der Übungsplanung nicht vollständig verschlossen war, konnte die Rettung deutlich schneller durchgeführt werden als angenommen. Dennoch bot diese Situation einen guten Anlass, die Einsatzkräfte auf unvorhersehbare Entwicklungen an Einsatzstellen hinzuweisen und die Flexibilität bei der Entscheidungsfindung zu trainieren. Zum Einsatz kam der hydraulische Rettungssatz bestehend aus Rettungsschere und Spreizer. Zudem wurde ein Ablageplatz mit den für die technische Rettung erforderlichen Geräten und Materialien eingerichtet, um einen strukturierten und sicheren Einsatzablauf sicherzustellen.
An der Übung beteiligt waren insgesamt 22 Einsatzkräfte der Feuerwehr Wriedel-Schatensen mit dem ELW, dem HLF sowie dem TLF. Die Übung bot den Einsatzkräften die Möglichkeit, die Abläufe bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft weiter zu festigen. Gerade die technische Rettung zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Feuerwehr und erfordert regelmäßige Aus- und Fortbildung, um im Ernstfall schnell und professionell Hilfe leisten zu können. Die Übungsleitung zeigte sich mit dem Verlauf der Ausbildung zufrieden. Die gesetzten Übungsziele konnten erreicht und wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze und Ausbildungsdienste gewonnen werden.
Ein besonderer Dank gilt den Übungsvorbereitern sowie den Statisten, die diese Ausbildungseinheit erst möglich gemacht haben. Durch die aufwendig und äußerst realistisch geschminkten Verletzungen entstand ein sehr authentisches Einsatzszenario, das die Übung für alle Beteiligten noch wertvoller machte. Das Engagement aller Beteiligten hat wesentlich zum Erfolg der Übung beigetragen.



